
Die Ernährung des römischen Soldaten oder der Grundstoff der Macht
In der Verfeinerung der Nahrungsaufnahme im Umfeld des römischen Militärs spiegeln sich die Sitten und der Geschmack der von ihm exportierten und verteidigten Kultur nicht weniger als in Verwaltung und Rechtswesen, bildender Kunst und Architektur.
Hunderttausende von Soldaten ständig und zuverlässig durch ausreichende Verpflegung in Einsatzbereitschaft, bei Gesundheit und nicht zuletzt bei Laune zu halten, stellte unter den logischen Verhältnissen des Altertums eine gewaltige Herausforderung dar. Enorme Mengen von Lebensmitteln mußten beschafft, finanziert, transportiert, gelagert und verteilt werden, die Zubereitung überließ man meist den Soldaten selbst. Die römische Heeresleitung hat, zumindest in der Kaiserzeit, diese Aufgaben mit erstaunlichem Erfolg gemeistert. Und das war sehr wichtig, denn der römische Berufssoldat der Kaiserzeit war anspruchsvoll. Zumindest im Frieden wollte er keineswegs auf die Genüsse der römisch-mediterranen Küche verzichten. Noch in den entferntesten Provinzen findet man in römischen Lagern Austernschalen und die Reste von Amphoren, die Wein aus Italien, Olivenöl und Fischsoße aus Spanien erhalten haben.
Der römische Berufssoldat der Kaiserzeit war anspruchsvoll. Zumindest im Frieden wollte er keineswegs auf die Genüsse der römisch-mediterranen Küche verzichten ... So spiegeln sich in der Verfeinerung der Nahrungsaufnahme im Umfeld des römischen Militärs die Sitten und der Geschmack der von ihm exportierten und verteidigten Kultur nicht weniger als in Verwaltung und Rechtswesen, verteidigten Kultur und Architektur. 38 Rezepte, frugale wie üppige, ermöglichen es dem Leser, diesen Aspekt römischen Alltagslebens nachzuvollziehen. [helvetia archaeologica]
"Panis Militaris" liest sich spannender als jeder Thriller! [...] Das Beste kommt am Schluß: dort gibt es 34 römische Rezepte, nicht einfach aus dem Kochbuch des Apicius abgeschrieben, sondern interpretiert und nachgekocht, eine Fundgrube! [ORF Radio Voralberg]

Dr. Marcus Junkelmann MA, geb. 03.10.1949 in München. Studium der Alten, Mittleren und Neuen Geschichte sowie der Anglistik an der Universität München. Mitarbeiter an zahlreichen Ausstellungen und Dokumentarfilmen, Lehraufträge an der Universität München und an der Bundeswehruniversität München. Autor von 25 Sachbüchern überwiegend zu Themen der Militärgeschichte und der Experimentalarchäologie. Träger des Ceram-Preises des Rhein. Landesmuseums Bonn für das beste archäologische Sachbuch.