
Vom berühmten Wiener Amazonensarkophag bis zu Giorgiones »Judith« reicht die Palette der Beiträge im neuen Band des traditionsreichen Periodikums.
Neue Quellen des 16.–18. Jhs. belegen die Geschichte des berühmten Wiener Amazonensarkophags; ein attischer Trinkbecher wird als Neuerwerbung in die Literatur eingeführt. E. Haslauer stellt die bisher unpublizierte Mumienmaske aus ptolemäischer Zeit mit dem »Kranz der Rechtfertigung« vor. Der Provenienzforschung ist u.a. Neues zur Sammlung alter Musikinstrumente zu verdanken. P. Rainer erläutert die Entstehungsgeschichte einer neu entdeckten Miniatur des Barockmalers Johann König aus dem Stammbuch des Herzogs Philipp II. von Pommern-Stettin. Im Lichte neuer Dokumente unternimmt D. Sparti eine Chronologie des malerischen Schaffens von Nicolas Poussin in den 1630er Jahren. A. Wied liefert eine Neubearbeitung des Werkkatalogs von Lucas und Marten Valckenborch. V. Sandbichler bringt eine Würdigung der drei Exemplare des Hochzeitskodex von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol. S. Vacha entschlüsselt die komplexen Hintergründe der Entstehung der silbernen Gedenkmedaille für Kaiser Karl VI. G. Helke untersucht Giorgiones Judith mit dem Haupt des Holofernes. Die Inventaredition des Ambraser Bildinventars 1663 präsentiert die neuesten Identifizierungen von Bildern der Wiener Gemäldegalerie.