
Das Spiel mit dem Tod
»Aufrecht und unbesiegbar musst Du sterben«. (Seneca, Epistulae 37,2)
Vergleichbar in der Anziehungskraft mit dem heutigen Fußballsport standen die Gladiatorenkämpfe im Zentrum römischen Gesellschaftslebens. Gladiatoren waren Todgeweihte, geächtete Außenseiter einerseits und Publikumslieblinge, Sexsymbole oder bewundertes Vorbild an Tapferkeit und Todesverachtung andererseits.
Junkelmann lässt den Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen, indem er sich den praktischen Problemen dieser römischen Berufskämpfer zuwendet. Wie sahen die Rüstungen und Waffen der einzelnen Kampfgattungen wirklich aus? Wie fühlte sich ein Gladiator, der seinem Feind gegenüberstand? Junkelmann hat es ausprobiert. Ausrüstung und Kampftechnik wurden entlang antiker Textquellen, vielschichtiger Bildwerke und kostbarer Originalrüstungen schlüssig rekonstruiert und experimentell erprobt.
In aufregend lebendigen Bildern und spannenden Texten schildert dieser Band Ursprung und Entwicklung der Gladiatur, Licht und Schattenseiten römischer spectacula.
Das Buch setzt einen neuen Meilenstein für die wissenschaftliche Bedeutung der experimentellen Archäologie - und ist ein Muß für alle Fans und Kenner der Antike. [Archäologie in Deutschland]
[...] ein fundierter Mix aus historischen Forschungen und praxisorientierten Erkenntnissen [...]. Der wissenschaftliche Hintergrund Junkelmanns macht sein Buch zu einem Stück Basisliteratur, der sich mit diesem Zweig der römischen Geschichte befasst. [chronico.de]
Die Neuauflage [...] basiert im wesentlichen auf der Ausgabe von 2000. [...] Erweitert wurde das Buch durch hervorragende Umzeichnungen der pompeianischen Gladiatorengraffitis sowie viele Fotos von Kampfszenen der 'Junkelmann'schen' Gladiatoren. [...] Wer sich eingehender mit diesem Thema beschäftigen möchte, kommt um den 'Junkelmann' nicht herum. [tempus-vivit.de]

Dr. Marcus Junkelmann MA, geb. 03.10.1949 in München. Studium der Alten, Mittleren und Neuen Geschichte sowie der Anglistik an der Universität München. Mitarbeiter an zahlreichen Ausstellungen und Dokumentarfilmen, Lehraufträge an der Universität München und an der Bundeswehruniversität München. Autor von 25 Sachbüchern überwiegend zu Themen der Militärgeschichte und der Experimentalarchäologie. Träger des Ceram-Preises des Rhein. Landesmuseums Bonn für das beste archäologische Sachbuch.