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Der Hügel Tall Aswad im östlichen Vorort der nordsyrischen Stadt ar-Raqqa bildete eine große Produktions- und Abfallhalde umliegender frühislamischer Keramikwerkstätten. Ihre Entstehung verbindet sich untrennbar mit politischen Aktivitäten des abbasidischen Kalifen Harun ar-Rasid, der Ende des 8. Jh. die Hauptstadt seines Reiches zeitweise nach ar-Raqqa verlegte und hier umfangreiche Bauwerke errichten ließ. Seine Palastanlagen wurden im Rahmen eines langjährigen Projektes vom Deutschen Archäologischen Institut erforscht. Dabei wurde während Straßenbauarbeiten auch der Produktionshügel von Tall Aswad probeweise angeschnitten. Er lieferte eine Vielzahl verschiedener Gefäßformen und Verzierungen sowie Beispiele unterschiedlicher Techniken der Keramikherstellung, die eine wichtige Position in der Entwicklung der ‘abba’sidischen Keramik einnehmen. Das vorliegende Buch ist eine vielseitige, interdisziplinäre Bearbeitung der Ergebnisse dieser kurzen, nur wenige Tage dauernden Rettungsgrabung. 12 Autoren bieten darin ihre Beiträge zu allen wichtigen Fragen dieses einmaligen Keramikkomplexes.