Verlag Philipp von Zabern


Ein Blick in die Ausstellung "schuhtick"

Salvatore Ferragamo – Schuhdesigner der Träume

Tuts Vorkammer
Regenbogensandale für Judy Garland von Salvatore Ferragamo, 1938 (Foto: Museo Salvatore Ferragamo, Florenz).

Schuhe, Schuhe, Schuhe! Der besonderen Beziehung des Menschen zu seiner Fußbekleidung widmet sich die Ausstellung "schuhtick", die bis zum 11. April 2010 im Überseemuseum Bremen gezeigt wird. Um Ihnen einen Vorgeschmack auf die Exponate der Schau zu geben, präsentieren wir Ihnen jede Woche ein neues Objekt der (Schuh-)Begierde:

Als Neunjähriger soll er sein erstes Paar Schuhe für seine Schwester zur Kommunion gefertigt haben und bereits mit elf Jahren besaß er eine eigene Werkstatt – der Meister des italienischen Schuhdesigns, Salvatore Ferragamo. Mit 16 Jahren ging er nach Amerika und fertigte Maßschuhe für die Filmindustrie. 1927 kehrte er nach Italien zurück und eröffnete in Florenz ein Geschäft, das bis heute im Familienbesitz ist.

Ferragamo beschuhte alle: Königinnen, Fürsten und Hollywood-Größen; z.B. die Herzogin von Windsor, Kaiserin Soraya, Marilyn Monroe, Gregory Peck oder Eva Perón.

Von seiner Kreativität und seinem Erfindungsreichtum zeugen nicht nur seine fantastischen Entwürfe, sondern auch über 350 Patente. Ferragamo erfand neue technische Lösungen wie beispielsweise eine Mittelsohle aus Stahl, um den Spann zu unterstützen, oder 1937 den Keilabsatz aus Kork. Gerne experimentierte er mit ungewöhnlichen Materialien wie Hanf, Stroh, Wollfäden oder Cellophan.

Meister Ferragamo sagte einmal „Füße sprechen zu mir.“ Vielleicht liegt darin das Geheimnis seiner Inspiration begründet?