
Ein Jahr nach der großen Gotik-Ausstellung in Magdeburg, in deren Zentrum der kleine, unscheinbare Bleisarkophag mit den vermuteten Überresten Edgiths, der Gemahlin Ottos des Großen stand, konnten diese nun zweifelsfrei anthropologisch und naturwissenschaftlich identifiziert werden. Jetzt steht einer erneuten Bestattung der Toten nichts mehr im Wege.
Bereits zum wiederholten Male wird Edgith, auch Editha genannt, im kommenden Herbst nun bestattet werden. 946 n. Chr. wurde die nur 36 Jahre junge Königin in Magdeburg beigesetzt. Mehrfach wurde sie im Laufe des Mittelalter umgebettet, zuletzt 1510. Diese häufigen Umbettungen machten eine genaue Identifizierung der sterblichen Überreste, die im November 2008 im Zuge von Ausgrabungen im Magdeburger Dom zutage kamen, so schwierig."Mehr als 30 Wissenschaftler haben einen Indizienprozess geführt", erklärte Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller. Knochen, Zähne, Stoffreste und Zement, aber auch Überreste von Käfern gaben Aufschluss über die Identität der Toten, ihre Kindheit, ihr Leben am Königshof sowie die diversen Bestattungen nach ihrem Tod. Gemeinsam machen diese Indizien eine Zuordnung der Gebeine zu Edgith mehr als wahrscheinlich.
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