Verlag Philipp von Zabern


Aufbruch in die Gotik

Die Statue der kaiserlichen Kunigunde

Tuts Vorkammer
Die Statue der Kaiserin Kunigunde vom Bamberger Dom

Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit stehen im Mittelpunkt der Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle jede Woche ein neues herausragendes Exponat der Schau:

Der Bamberger Dom wurde von dem ottonischen Kaiser Heinrich II. (reg. 1002-1024) und seiner Gemahlin, Kaiserin Kunigunde (gest. 1033) gegründet. Beide wurden nach ihrem Tod als Heilige verehrt.

Kurz nach 1200 wurde am Bamberger Dom ein Figurenportal mit Skulpturen der beiden heiligen Dom- und Bistumsgründer errichtet. Die so genannte jüngere Bamberger Bildhauerwerkstatt schuf um 1230/1235 für dieses Portal die Skulptur der Kunigunde und orientierte sich dabei an der französischen Skulptur dieser Zeit. In ihrer Rechten trägt die etwa 175 cm hohe Statue der Kaiserin Kunigunde ein Kirchenmodell, das sie als Stifterin des Domes ausweist. Es handelt sich um ein hochgotisches Miniaturbauwerk, dessen Chor mit offenem Strebewerk abgestützt wird.
Die Skulptur wurde während des Zweiten Weltkrieges zum Schutz vom Portal entfernt und befindet sich seitdem im Diözesanmuseum Bamberg. Eine Kopie ersetzt die Originalstatue an der Adamspforte. Für die Ausstellung „Aufbruch in die Gotik“ verlässt die Skulptur der Kaiserin Kunigunde Bamberg zum ersten Mal.

Statue der Kunigunde von der Adamspforte des Bamberger Domes

um 1230/1235

Schilfsandstein. Höhe 175 cm

Bamberg, Diözesanmuseum Bamberg, 2723/10

- Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009 -

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