
Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit stehen im Mittelpunkt der Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle jede Woche ein neues herausragendes Exponat der Schau:
Der Schatzfund war in einem Kugeltopf zusammen mit einigen Stofffragmenten beim Umbau eines Hauses im Jahr 1954 unter dem Kellerfußboden gefunden worden. Das Depot stellt wahrscheinlich ein Sparvermögen dar, das sowohl aus Brakteaten als auch aus runden Silberbarren besteht. Der Schatz war um 1370 vergraben worden.
Als Brakteaten werden einseitig geprägte Münzen aus dünnem Silberblech bezeichnet, die im Mittelalter als Zahlungsmittel besonders in Norddeutschland verbreitet waren. Sie stellten allerdings eine recht kleine Währungseinheit dar. Als einheitliche Großwährung dienten massive Silberbarren. Sie waren im überregionalen Geldverkehr gerade bei größeren Geldgeschäften leichter zu handhaben. Amtliche Stempelungen und die Zeichen der Münzmeister garantierten den Silbergehalt der Barren. So finden sich auf den Peiner Barren die Stadtmarken von Braunschweig sowie die Stadtwappen von Goslar und Hildesheim.
Funde derartig massiver Silberbarren wie in dem Schatzfund von Peine konzentrieren sich auf den Bereich der Brakteatenprägung und wurden bisher nur in den heutigen Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemacht.
Schatzfund aus Peine
Ende 13. / 14. Jahrhundert
Silber
Gesamtgewicht 7,5 kg
Peine, Kreismuseum für Alltagskultur, Stadtarchiv, 1 - 387
- Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009 -