Verlag Philipp von Zabern


Aufbruch in die Gotik

Der Sachsenspiegel

Tuts Vorkammer
Heidelberger Bilderhandschrift des Sachsenspiegels

Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit stehen im Mittelpunkt der Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle jede Woche ein neues herausragendes Exponat der Schau:

In den Jahren zwischen 1220 und 1235 verfasste Eike von Repgow den Sachsenspiegel, eines der bedeutendsten Rechtsbücher des Mittelalters und zugleich das älteste erhaltene deutschsprachige Prosawerk. Zu den bis heute etwa 470 bekannten Abschriften zählen auch vier repräsentative Bilderhandschriften, von denen die nach ihrem heutigen Aufbewahrungsort benannte „Heidelberger Bilderhandschrift“ als die älteste gilt.

Auf der gezeigten Seite wird die politische und kirchliche Organisation Sachsens beschrieben. In der Bilderspalte sind oben die fünf Königspfalzen dargestellt, darunter die insgesamt sieben Fahnenlehen. Die beiden Erzbistümer Magdeburg und Mainz sind durch die beiden Erzbischöfe wieder gegeben, die Bischofsstäbe darum stehen für die einzelnen Bistümer.

Die älteste bekannte Erwähnung Eikes von Repgow stammt aus dem Jahr 1209, so dass im Jahr 2009 auch das Jubiläum des Verfassers des Sachsenspiegels gefeiert werden kann.

Heidelberger Bilderhandschrift des Sachsenspiegels

zwischen 1295 und 1304

Pergament, kolorierte Federzeichnung. Höhe 30 cm, Breite 23,5 cm

Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cod. Pal. Germ. 164

- Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009 -

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