Verlag Philipp von Zabern


200.000 Jahre Geschichte entdecken und erleben!

Das Rheinische Landesmuseum Trier und seine neue Dauerausstellung

Tuts Vorkammer
200.000 Geschichte bietet die neue Dauerausstellung des Rheinischen Landesmuseums in Trier ihren Besuchern. Ob allein, zu zweit oder im Rahmen einer Führung lassen sich Kuriositäten, Wissenwertes, Neues und sehr Altes entdecken (Alle Aufnahmen: Rheinisches Landesmuseum Trier, Thomas Zühmer).

In der neuen Dauerausstellung des Rheinischen Landesmuseums Trier werden die Besucher zum ersten Mal seit längerer Zeit zu einem geschlossenen Rundgang durch die Geschichte Triers und der Trierer Region eingeladen. Vom ersten Steinwerkzeug, das vor 200.000 Jahren von Menschen hergestellt wurde, bis hin zum Porträt des letzten Trierer Kurfürsten aus dem 18. Jh. lässt sich die Vergangenheit erfahren: Funde archäologischer Ausgrabungen, Kunstwerke und Erzeugnisse des Kunsthandwerks werden in neuer Gestaltung präsentiert und inhaltlich zeitgemäß vermittelt.

Durch seine Ausgrabungen, seine Forschungsarbeit und seine Restaurierungswerkstätten besitzt das Rheinische Landesmuseum Trier beste Voraussetzungen, fundiertes Wissen über das Leben in vergangenen Zeiten aus erster Hand zu vermitteln. Viele der Stücke in den neu eingerichteten Räumlichkeiten werden zum ersten Mal dem Publikum vorgestellt.

Die Neuaufstellung umfasst eine Fläche von 2000 m2 und elf Säle, die den Themen Steinzeit, Bronzezeit, Kelten, Romanisierung, römische Grabdenkmäler, frühes römisches Trier, Früh-, Hoch- und Spätmittelalter sowie Renaissance und Barock gewidmet sind.

Trier - Die frühesten Steinwerkzeuge

 Die frühesten Steinwerkzeuge. 320.000 bis 40.000 Jahre alt.

Zu den rund 3000 Exponaten der neu präsentierten Sammlung zählen Hortfunde mit Schmuck und Waffen der Bronzezeit, keltische Fürstengräber, Spuren des ältesten römischen Militärlagers in Deutschland sowie die Ausstattung der Barbarathermen, einer der größten und prächtigsten Badeanlagen im Römischen Reich. Zu sehen sind erhaltene historische Glasmalereien des Trierer Doms, überraschende Einblicke in eine mittelalterliche Abfallgrube und Salutkanonen als Belegstücke für den barocken Prunk der Trierer Kurfürsten. Als unscheinbarer, aber bedeutender Beweis für den Anspruch Triers, „älteste Stadt Deutschlands“ zu sein, dient ein hölzerner Pfeiler der ersten römischen Brücke über die Mosel.

Trier - Bronzezeitlicher Hortfund

Bronzezeitlicher Hortfund mit Beilen, Schwert und Schmuck. Um 1600 v. Chr.

Der Schwerpunkt des neuen Ausstellungskonzepts liegt auf der Präsentation der historischen Objekte als authentische Zeugnisse aus der Vergangenheit. Sie bilden zum einen Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit im Museum und erlauben zum anderen den Besuchern Einblicke in die Geschichte. An zwölf Medienstationen mit audiovisuellen Präsentationen werden anhand von „Schlüsselobjekten“ aus den Sammlungen die wichtigsten Methoden und Techniken der Archäologie erläutert.

Trier - Römisches Marmorporträt

Römisches Marmorporträt einer jungen Frau. Um 50 n. Chr.
 

Ein wichtiges – und bei Besuchern beliebtes - Vermittlungsmedium ist der auf 46 Objekte angelegte „Audio-Guide“, der deutsch- wie fremdsprachigen Besuchern eine repräsentative Auswahl der Exponate in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch erschließen wird. Zusätzlich erhalten junge Museumsbesucher darüber eine kompetente, aber altersgemäße Kinderführung.

Natürlich wird auch die neue Dauerausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier mit den bewährten Angeboten an Führungen, Vorträgen, Ferienprogrammen, Events und vielem mehr ergänzt.

Erstmals wird eine Auswahl von 100 herausragenden Exponaten des Museums auch in Buchform präsentiert. Mit zum Teil verblüffenden Detailaufnahmen werden Neuansichten längst bekannter, aber auch erste Blicke auf noch nicht gezeigte Exponate möglich, die zum Vergleich mit den Originalen in der Ausstellung einladen. Das als Bildband und Auswahlführer zugleich konzipierte Buch „Fundstücke: Von der Urgeschichte bis zur Neuzeit“ liegt seit Eröffnung der neuen Präsentation vor.

Trier - Salutkanonen

Salutkanonen des Kurfürsten Franz Georg von Schönborn. 1749.
 

Weitere neue Ausstellungsbereiche, die dem Alltag, der Kultur, der Religion und dem Wirtschaftsleben im römischen Trier und seiner Region sowie der spätantiken Kaiserresidenz gewidmet sind, werden im Anschluss folgen.

 

Das neue Landesmuseum auf einen Blick: Daten und Fakten

 

  • Erstmals zeigt das Museum Funde und Exponate aus allen Epochen der Geschichte Triers und der Region, von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit.
  • Die neu eingerichtete Ausstellungsfläche umfasst ca. 2000 m2.
  • Rund 3000 Exponate sind in den neu eingerichteten Sälen zu sehen.
  • Der Ausstellungsrundgang ist chronologisch angelegt.
  • In 11 neuen Sälen werden folgende Bereiche gezeigt: Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit (Kelten, Treverer), Romanisierung, römisches Trier (Gründung, Blütezeit), frühes Mittelalter, hohes Mittelalter, Spätmittelalter, 16. bis 18. Jh.
  • An Medienstationen werden Methoden der Archäologie erläutert, beispielsweise Archäobotanik oder Dendrochronologie.
  • Ein Audioguide in den Sprachen D, E, F und NL sowie in einer deutschen Version für Kinder ist im Eintritt enthalten.
  • Der zweite Teil der Dauerausstellung, u. a. mit den Abteilungen Religio Romana, Spätantike und Münzkabinett, wird voraussichtlich Ende 2010 in neuer Gestaltung eröffnet.

 

Zur Neupräsentation der Sammlungen ist ein Auswahlführer erschienen: „Fundstücke. Von der Urgeschichte bis zur Neuzeit“ (Preis: 14,80 €)

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen

 

Eintrittspreise:

Erwachsene 6,00 €

Ermäßigte 4,00 €

Familienkarte I und II 6,00 € bzw. 12,00 €

 

Gruppenführungen: zu buchen schriftlich bei der Tourist-Information Trier, An der Porta Nigra, 54290 Trier, Email: fuehrungen@trier-info.de, Fax 0651-97808-59. Es stehen verschiedene Angebote und Themenführungen für Kinder und Jugendliche zur Verfügung.

 

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier

Weimarer Allee 1 · 54290 Trier

Telefon: 0651/9774-161 · Fax: -222

landesmuseum-trier@gdke.rlp.de

www.landesmuseum-trier.de

 

Mehr über die neuartige Ausstellung "Im Reich der Schatten", die Sie ab dem 22. Juni 2010 ins römische Trier entführt, erfahren Sie ab dem 23. Juli 2010 in der ANTIKEN WELT 4/2010 unter "Museen aus aller Welt"!