Verlag Philipp von Zabern


Staatsmann – Feldherr – Schriftsteller

CAESAR

Tuts Vorkammer
Vercingetorix wirft Caesar seine Waffen vor die Füße, Lionel-Noel Royer, 1899 (Foto: Wikimedia).

Zerstörer der römischen Freiheit oder „Geschäftsführer des Weltgeistes“ (Hegel) – das Bild Caesars in der Geschichte schwankt durch mehr als zwei Jahrtausende. In einer zunehmend geschichtslosen Zeit wird es eher von einem anderen Gegensatz beherrscht: Schrecken der Lateinschüler oder chancenloser Gegenspieler für Asterix, Obelix und Idefix! Aber gerade diese Kontraste haben Historiker und Romanautoren, bildende Künstler und Filmregisseure immer wieder veranlasst, sich mit seiner Persönlichkeit zu befassen.

Die Absicht von CAESAR. Staatsmann – Feldherr – Schriftsteller ist es keineswegs, die lange Reihe verdienstvoller Caesar – Biographien fortzusetzen. Vielmehr will es den Lesern ein LebensBILD des größten Römers vor Augen stellen. In der Fülle und Vielfalt des Bildmaterials spiegelt sich zugleich die Jahrhunderte währende Faszination für einen Mann, der immer – wenn auch gelegentlich widerwillig – zu den Großen der Geschichte gezählt wurde. So finden sich antike Porträtbüsten und Münzen neben Miniaturen aus mittelalterlichen Chroniken, barocke Bildteppiche neben historistischen Gemälden, Buchillustrationen der Renaissance neben modernen Modellen und Rekonstruktionen.

Ein kurzer, prägnanter Text schildert den Aufstieg Caesars im „Jahrhundert der Bürgerkriege“, seinen Wandel vom ehrgeizigen Demagogen zum weitsichtigen Staatsmann, die militärischen Leistungen bei der Eroberung Galliens (die Frankreich bis heute prägt!) wie beim Sieg über die innnerrömischen Rivalen, schließlich den Konflikt mit den Traditionen der Adelsrepublik und seine Ermordung an den Iden des März. Weitere Kapitel behandeln das Wirken als Schriftsteller, seine facettenreiche Persönlichkeit sowie den Nachruhm durch die Jahrhunderte – vom Urteil der Zeitgenossen bis zu „Caesar’s Palace“ in der Spielerstadt Las Vegas. Auch als Herrschertitel lebte sein Name fort und bezeichnete die höchste Macht auf Erden. Wenn wir – noch heute! – vom Kaiserwetter schwärmen oder einen begnadeten Fußballer als „Kaiser“ feiern – noch 2000 Jahre nach seinem blutigen Ende ist es eine Hommage an C. Iulius Caesar – den bedeutendsten aller Römer und eine der faszinierendsten Gestalten der Geschichte.

 

-Stephan Elbern-